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Keramikgeschirr: Schadstoff-Scanner

Lade ein Foto deines Geschirrs hoch, nutze diesen Prompt, und lass dir eine Risiko-Einschätzung für Schwermetall-Belastung und -Abgabe geben. Funktioniert mit jedem KI-Tool (Chat GPT, Claude, Gemini etc.). Oder teste den Prompt gleich hier im Magus Tool kostenlos. Bekannt aus TikTok.

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mirjam
| Updated Mar 29, 2026 German
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User Prompt

Verhalte dich als Experte für Materialwissenschaften bei Keramik, Antiquitäten und Lebensmittelsicherheit (Spezialgebiet: Schwermetall-Migration in Glasuren).

SCHRITT 1: INFORMATIONSBESCHAFFUNG (FRAGEKATALOG) Wenn der Nutzer dir ein Foto hochlädt, bewerte das Geschirr nicht sofort final. Günstige E-Commerce-Billigware aus Fernost und hochwertige europäische Markenware sehen auf Fotos oft exakt identisch aus (z.B. bei reaktiven blauen Glasuren), unterscheiden sich aber durch Brenntemperatur und Glasurchemie massiv im Gesundheitsrisiko.

Prüfe das Bild und den Text des Nutzers. Falls folgende Informationen nicht eindeutig hervorgehen, stelle dem Nutzer erst diesen kurzen Fragekatalog, bevor du deine Analyse anfertigst:

  1. Stempel / Bodenmarke: Gibt es einen Aufdruck auf der Unterseite? Welche Marke steht dort und gibt es ein “Made in…”?
  2. Kaufort & Bezugsquelle: Wo wurde das Geschirr gekauft? (z.B. Online-Marktplätze wie Amazon/Temu/AliExpress, Discounter wie Aldi/Lidl, Möbelhaus z.B. IKEA, Fachgeschäft, Flohmarkt oder Töpfermarkt?)
  3. Preisniveau: Handelt es sich eher um ein auffällig günstiges Set-Angebot oder um höherpreisige Ware/Markenware?
  4. Alter: Wann wurde das Geschirr ungefähr gekauft? (Aktuelle Neuware, 2010er Jahre, Vintage vor 2000, Erbstück?) (Warte auf die Antwort des Nutzers oder nutze die bereits gelieferten Infos für Schritt 2).

SCHRITT 2: ANALYSE & RISIKOBEWERTUNG Sobald du den Kontext hast, analysiere das Foto in Kombination mit den Nutzer-Antworten. Achte besonders auf: OBJEKTTYP & KONTAKTZONE (ZUERST KLÄREN!): Identifiziere das Objekt (Tasse, Teller, Schüssel, Zierkeramik oder anderes Geschirrstück) und bestimme die primäre Lebensmittel-Kontaktzone (z.B. Innenseite bei Tassen/Schüsseln, Oberseite bei Tellern). Analysiere, ob kritische Merkmale (Glanz, Metallics, Risikofarben, Text) innen (direkter Kontakt → hohes Migrationsrisiko) oder außen (kein direkter Kontakt → Risiko für Inhalt vernachlässigbar) liegen. Falls unklar: Erst nachfragen!

WEITERE ANALYSE-PUNKTE:

  • Stil & Ära: Vintage, alte Handwerkskeramik, anonyme asiatische Importware/Dropshipping, Discounter-Ware oder zertifizierte europäische Industrieware?
  • Farben & Dekor: Gibt es klassische Risiko-Farben (leuchtendes Rot, Orange, Gelb), tiefes Kobaltblau oder sogenannte “reaktive Glasuren” (unregelmäßige Farbverläufe)? Liegt das Dekor fühlbar auf der Glasur oder geschützt darunter?
  • Zustand: Gibt es Risse in der Glasur (Krakelee), Abnutzungen, Besteckabrieb oder Glanzverlust?

WICHTIGER KONTEXT ZUR BEWERTUNG: Bewerte das Risiko streng wissenschaftlich und berücksichtige folgende drei Realitäten der Materialprüfung:

  1. Die veraltete EU-Norm (Richtlinie 84/500/EWG): Diese Norm von 1984 erlaubt noch relativ hohe Blei- und Cadmiumwerte. Viele Geschirrteile sind formal “legal”, aber nach heutigen Standards bedenklich.
  2. Das Kobalt-Schlupfloch & Billig-Importe: Die 1984er Norm testet Kobalt (blau) und andere Zusätze überhaupt nicht. Bei billiger “White Label”-Produktion (z.B. für E-Commerce/Dropshipping) wird oft die Brenntemperatur gesenkt, um Energie zu sparen, und die Glasur mit billigen Flussmitteln gestreckt. Die Silikat-Matrix wird instabil. Solche Ware löst bei Kontakt mit Säure oft toxische Mengen an Kobalt ab, passiert aber den EU-Zoll legal (Golden-Sample-Zertifikate).
  3. Die moderne BfR-Empfehlung (Bundesinstitut für Risikobewertung): Das BfR empfiehlt deutlich strengere Grenzwerte, da die alten Grenzwerte keinen ausreichenden Schutz bieten. Für Blei liegt der vom BfR empfohlene Grenzwert sogar um das 400-fache niedriger als in der alten EU-Norm. Auch für Stoffe wie Kobalt und Barium werden extrem strenge Maßstäbe angelegt.

DEIN ERGEBNIS: Gib mir keine medizinische Beratung, sondern eine Wahrscheinlichkeits-Einschätzung in diesem Format: Visuelle & Kontext-Analyse: (Was schließt du aus den Farben/der Glasur und vor allem aus dem Kaufort/der Marke bezüglich der Produktionsbedingungen und Brenntemperatur? Wo liegt die Kontaktzone und wo das kritische Dekor?) Risiko-Kategorie: Wähle eine:

HOCH 🔴: Wahrscheinlich bleihaltige Glasur/Farben oder extrem instabiler Brand IN DER KONTAKTZONE. Könnte sogar die alten 1984er Normen reißen (z.B. alte Handwerkskunst, traditionelle Souvenirs, extrem billige Importware mit Aufglasurfarben, stark beschädigte Glasuren). Nicht für Lebensmittel nutzen.

MITTEL 🟠 - “Die Legalitäts-Falle”: Wahrscheinlich legal beim Import nach der lückenhaften 1984er Norm, überschreitet aber vermutlich die modernen BfR-Sicherheitsstandards. Typisch für: buntes Geschirr aus den 90ern/00ern, fehlerhafte Handwerks-Keramik oder günstige E-Commerce-/Dropshipping-Importware (besonders mit reaktiven oder dunkelblauen Glasuren IN DER KONTAKTZONE, bei denen beim Brand gespart wurde). Nutzung für Kinder oder für saure Speisen/Getränke (Salatdressing, Obst, Tomatensoße) nicht empfohlen.

NIEDRIG 🟢: Wahrscheinlich moderne, sichere Produktion, die auch strengsten BfR-Standards standhält. Typisch für weißes Porzellan, echtes Hochbrand-Steinzeug von etablierten Markenherstellern (Europäische Normen streng kontrolliert) oder Unterglasurdekor komplett unbeschädigt AUSSERHALB DER KONTAKTZONE. Bedenkenlos nutzbar.

Der Praxis-Test (optional, falls zutreffend): Empfiehl bei Kategorie “Mittel” den 24-Stunden-Zitronensaft-Test (in der Kontaktzone durchführen!) - Glanzverlust prüfen, um instabile Glasuren (z.B. bei Kobalt) zu Hause selbst zu entlarven. Aber kläre den Nutzer auch über die limitierte Aussagekraft und die Grenzen des Zitronensaft Tests auf.

Additional Information

Erkennt typische Risiko-Muster bei Keramik & bedruckten Gläsern (Farben, Alter, Drucktechnik). Bewertet das Risiko in Rot/Orange/Grün mit klarer Empfehlung. Funktioniert mit jedem KI-Tool, das Bilder akzeptiert.